Freie Betreuungsplätze : Ab 01.05.2026 für ein Kind ab 12 Monaten

Pädagogisches Konzept

Mein Bild vom Kind


Kinder sind von Geburt an kompetente und eigenständige Persönlichkeiten. Sie haben eigene Interessen, Stärken und individuelle Entwicklungsbereiche. Sie sind neugierig und haben einen natürlichen Drang die Welt zu entdecken. Jedes Kind bringt seine ganz eigene Art mit, sich einzubringen, zu lernen und Beziehungen zu gestalten.

Kinder sind gleichwertige Menschen, sie haben ein Recht auf Geborgenheit, Zuneigung, Wertschätzung, liebevolle Pflege und Erziehung. Sie brauchen sichere Bindungen um sich frei entfalten zu können und verlässliche Erwachsene, die sie ernst nehmen, zuhören und begleiten.

→ Im Alltag bedeutet das für mich: Ich höre den Kindern bewusst zu, nehme ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst und binde sie zum Beispiel bei der Auswahl von Spielen, dem Mittagessen, oder bei kleinen Alltagsentscheidungen stets mit ein.

Für mich ist es wichtig jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen und jedes Kind die Zeit und den Raum zu geben, die es für seine Entwicklung braucht. Kinder lernen in ihrem eigenen Tempo –ohne Vergleiche, -ohne Druck, aber mit viel Zuwendung, geeigneten Materialien und liebvoller Ermutigung.

→ Das zeigt sich zum Beispiel beim Essen, Wickeln oder Anziehen: Ich gebe den Kindern die Zeit, Dinge selbst auszuprobieren - unterstütze aber wenn es nötig ist. So erleben sie Selbstwirksamkeit und Sicherheit zugleich.

Im Alltag greife ich die Interessen und Wünsche der Kinder auf, rege neue Ideen an und ermögliche ihnen vielfältige Erfahrungen wie etwa im freien Spiel, bei kreativen Angeboten, in Bewegungssituationen oder in der Natur. Wir erkunden gemeinsam die verschiedenen Jahreszeiten, singen dazu Lieder, feiern Feste, sammeln Naturmaterialien und basteln.

Mein Bild vom Kind ist geprägt von der Überzeugung: Kinder sind wertvoll so wie sie sind. Meine Aufgabe ist es, ihnen einen liebevollen, sicheren und anregenden Rahmen zu geben, in dem sie sich wohlfühlen und wachsen können.

→ Das spiegelt sich darin wieder, dass ich im Alltag bewusst Nähe, Geborgenheit und Verlässlichkeit schenke wie Rituale, gemeinsame Mahlzeiten, persönliche Begrüßungen und viele kleine Momente, in denen jedes Kind spürt: „Ich gehöre dazu, ich bin hier willkommen und wichtig.“


Pädagogische und persönliche Schwerpunkte

In meiner Arbeit orientiere ich mich neben meinen persönlichen Schwerpunkten an den Prinzipien der Emmi-Pikler-Pädagogik, die für mich eine wertvolle Grundlage im Umgang mit Kindern darstellen. Besonders wichtig sind mir dabei drei zentrale Säulen:

 

Beziehungsvolle Pflege: Pflegesituationen gestalte ich mit Achtsamkeit, Ruhe und Zuwendung. Sie sind für mich nicht nur eine Notwendigkeit, sondern wertvolle Momente der Nähe und Beziehung. Ich versorge die Kinder behutsam, begleite sie sprachlich liebevoll und beziehe sie (entsprechend ihrer Möglichkeiten) aktiv mit ein.

 

Freie Bewegungsentwicklung: Jedes Kind darf sich bei mir in seinem eigenen Tempo entwickeln. Ich greife nicht in seine Bewegungsentwicklung ein, sondern schaffe sichere Räume und biete anregendes Material, sodass die Kinder ihre Fähigkeiten selbst entdecken und Freude an ihrer Selbstständigkeit entwickeln können.

 

Freies Spiel: Das freie-, selbstbestimmte Spiel ist ein Herzstück meiner Arbeit. Im Spiel lernen die Kinder, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen: Möchte ich gerade Ruhe oder Bewegung? Möchte ich mich allein vertiefen oder mit anderen zusammen sein? Diese Fähigkeit, zu spüren, was einem guttut, und den eigenen Tag selbstbestimmt mitzugestalten, ist eine wichtige Kompetenz für das ganze Leben.

 

Ich sehe jedes Kind in seiner Einzigartigkeit. Es ist mir wichtig, diese Individualität zu erkennen und wertzuschätzen. Mit meiner Vorbildfunktion vermittle ich Werte frei von jeglicher Gewalt und begleite die Kinder mit zugewandter Aufmerksamkeit. Die Kinder dürfen sich ohne Druck und Zwang in ihrem eigenen Tempo entwickeln.


Wiederkehrende Rituale geben dem Alltag Struktur, Sicherheit und Geborgenheit. Sie schaffen Verlässlichkeit, stärken das Gefühl von Zusammengehörigkeit und helfen den Kindern, sich gut zu orientieren.


Ich gehe täglich mit den Kindern nach draußen – bei jedem Wetter. Bewegung und Spiel in der Natur fördern Motorik, Koordination, Gesundheit und stärken das Immunsystem. Gleichzeitig erleben die Kinder die Natur bewusst und entwickeln ein Gespür für ihre Umwelt.


Eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung ist für mich selbstverständlich. Ich achte darauf, dass die Mahlzeiten nicht nur gesund-, sondern auch optisch ansprechend und lecker sind – denn gemeinsames Essen soll Freude machen und das Wohlbefinden fördern.


Kinder lernen am besten im täglichen Miteinander. Deshalb nutze ich Alltagssituationen bewusst für Bildungsprozesse und gehe individuell auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Pädagogische Spiele wie Steckspiele oder Puzzles fördern die kognitive Entwicklung. Vorlesen, Reime, Fingerspiele und gemeinsames Singen stärken die Sprachkompetenz. Kreative Angebote regen die Fantasie an und fördern die Feinmotorik. Regelmäßige Wiederholungen und Rituale geben Struktur und vermitteln Sicherheit.


Kinder erleben im Alltag viele Emotionen wie Freude, Neugier, aber auch Frust oder Traurigkeit. Ich nehme diese Gefühle ernst und gehe einfühlsam darauf ein. Dabei helfe ich den Kindern, ihre Emotionen zu benennen, tröste sie und gebe ihnen das  sichere Gefühl: „So wie ich bin, bin ich richtig“. Mein Ziel ist es, den Kindern eine liebevolle, sichere und anregende Umgebung zu bieten in der sie Geborgenheit, Vertrauen und Wertschätzung erfahren. Ich möchte das Eltern spüren: Bei mir ist ihr Kind willkommen, gut aufgehoben und bekommt alles, was es für eine gesunde-, glückliche und freie Entwicklung braucht.

 

Individuelle Kinderbetreuung in einer kleinen Gruppe

Die kleine Gruppengröße ist ein großer Vorteil der Kindertagespflege und ermöglicht es mir eine individuelle Beziehung zu jedem Kind aufbauen zu können. Es ist viel Zeit für jedes Kind vorhanden und ich kann sehr gut auf jede der kleinen Persönlichkeiten eingehen. Grade für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist es wichtig, dass eine vertrauensvolle Nähe aufgebaut wird, in der sich das Kind wohl und geborgen fühlt.

In meiner kleinen Gruppe gibt es immer eine Durchmischung verschiedener Altersgruppen. Jedes Jahr kommen neue Kleinkinder hinzu und die älteren Kinder bereiten sich auf den nächsten Schritt vor und verlassen die Kindertagespflege wieder. Die Altersdurchmischung ist für alle Kinder gut: so lernen die kleinen viel von den größeren Kinder und die größeren Kinder lernen Vorbild zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen spielerisch in den verschiedenen Rollen Rücksicht aufeinander zu nehmen und erweitern somit ihre soziale Kompetenz.

Spaß an Bewegung und Kreativität

Freies Spiel, Bewegung und Kreativität nehmen den größten Teil in unserem Tagesablauf ein. Die Kinder lernen durch Bewegung ihren Körper besser kennen und trainieren dabei alle Sinne. Meine Räume in München sind so ausgestattet, dass es genügend Platz zum Toben gibt. Natürlich gehen wir auch vor die Tür und erkunden die Umgebung. Auf dem Spielplatz, im Park oder im Garten können die Kinder noch ganz andere Sachen ausprobieren und ihre Erfahrungen erweitern. Ich spiele dabei gerne mit und stehe bei neuen Herausforderungen den Kindern helfend zur Seite.

Das Besondere kann jederzeit entdeckt werden: in der Natur finden sich überall Sachen, mit denen man spielen und basteln kann. Mit viel Freude untersuchen wir unsere Umgebung und probieren z.B., womit man Musik machen kann, was sich zum Basteln eignet oder spielen einfach im Sandkasten. Für mich ist es immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer und welcher Hingabe die Kinder neue Sachen für sich entdecken.

Auch Musik und Singen kommt in meiner Kindertagespflege nicht zu kurz. Durch zusammen gesungene Lieder erweitern und vertiefen die Kinder ihren Wortschatz und lernen schnell, kleine Lieder selbstständig mitzusingen. 

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Sanfte Eingewöhnung im Sinne des Kindes

 

Die Eingewöhnung findet unter stetiger Berücksichtigung des Kindeswohles statt und gestaltet sich für das Kind so angenehm wie möglich. Ohne Eltern geht es nicht. Eine erfolgreiche Eingewöhnung im Sinne des Kindes, kann nur stattfinden, wenn die Eltern sich ausreichend Zeit (ca. 3 Monate) nehmen ihr Kind dabei zu begleiten und mich als zukünftige KTPP unterstützen. So hat das Kind genügend Zeit sich stressfrei und ohne Druck unter dem Schutz einer wichtigen Bezugsperson an die neue Umgebung, die anderen Kinder und vor allem an mich zu gewöhnen.

Für den begleitenden Elternteil wird sich die großzügig genommene Zeit durch die geringen Erkrankungszeiten ihres Kindes im ersten Jahr schnell „bezahlt machen“. In einem Forschungsprojekt der Freien Universität Berlin wurde herausgefunden, dass Kinder ohne Begleitung einer Bezugsperson in den ersten sieben Monaten drastisch erhöhte Fehlzeiten aufgrund von Krankheiten aufwiesen.

 

Eingewöhnung Schritt für Schritt:

 

Die Grundphase

 

In den ersten drei Tagen kommt das Kind für je 30-45 min. mit Papa oder Mama zu mir in die Kindertagespflege. Ich werde den Besuch zeitlich so legen, dass ich mich selbst gut auf das Kind einlassen kann und dem Kind die Möglichkeit geben, alle Räumlichkeiten in aller Ruhe erkunden zu können. Der eingewöhnende Elternteil sollte sich einen ruhigen Platz im Raum suchen und einfach „da“ sein. Dies bedeutet, dass der begleitende Elternteil gar nicht viel tun muss. Der Elternteil muss einfach anwesend sein und sich nicht durch lesen etc. ablenken lassen, sondern seine Aufmerksamkeit auf sein Kind richten. Das bedeutet vor allem, dem Kind ein Zufluchtsort- oder “sicherer Hafen“ zu sein, an den es sich zurückziehen kann wenn es unruhig oder ängstlich wird. Die Interaktion mit den anderen Kindern sollte vermieden werden.

Am zweiten und dritten Tag, beginnt der begleitende Elternteil das Kind in der Kindertagespflege in meinem Beisein zu füttern und zu wickeln. Dies sollte wie zuhause und gewohnt für das Kind stattfinden.

In den ersten drei Tagen findet definitiv kein Versuch der Trennung statt. Falls der begleitende Elternteil kurz den Raum verlassen muss, nimmt er sein Kind unbedingt mit.

 

 

Erster Trennungsversuch

 

Frühestens am vierten Tag verlässt der begleitende Elternteil zum ersten mal für kurze Zeit den Raum, bleibt jedoch in Rufnähe. Er verabschiedet sich vorher kurz von seinem Kind (idealerweise überlegt er sich vorher evtl. mit meiner Unterstützung ein kleines Abschiedsritual, das er von nun an bei jeder Verabschiedung fortführt). Der erste Trennungsversuch, sollte keinesfalls an einem Montag stattfinden. Dem Kind fällt es am Wochenbeginn besonders schwer sich in der noch ungewohnten Umgebung zurechtzufinden.

Ein Schmusetuch, Kuscheltier etc. könnte für das Kind evtl. sehr hilfreich sein.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten die eine Einschätzung über die Dauer der Eingewöhnungszeit zulassen:

 

1.     Das Kind weint, lässt sich nicht von mir beruhigen und ich bitte Papa / Mama zurück zu kommen. Das Kind begrüßt den Elternteil freudig und sucht Körper-und Blickkontakt. Diese Verhaltensweisen deuten auf eine längere Eingewöhnungszeit von einigen Wochen hin.

 

2.     Das Kind reagiert gelassen auf  Trennung und Rückkehr des Elternteils. Dies spricht für eine kürzere Eingewöhnungszeit.

 

Nach dieser ersten kurzen Trennung, kehrt der Elternteil zurück und verlässt dann zusammen mit dem Kind die Kindertagespflege. Somit versteht das Kind, dass das Erscheinen des Elternteils bedeutet, dass es jetzt abgeholt und nach Hause gebracht wird.

Sollte das Kind eine längere Eingewöhnungszeit benötigen, wird die Eingewöhnung wie an Tag 2 und 3 fortgeführt.

 

Stabilisierungsphase

 

Spricht das Verhalten des Kindes für eine kürzere Eingewöhnungszeit, werde ich unter der Voraussetzung das das Kind mir sein Einverständnis signalisiert-, an den folgenden Tagen 5 und 6 die Pflegerituale übernehmen. Die Trennungszeit wird nach und nach individuell verlängert – jedoch bleibt der Elternteil stets in der Nähe der Kindertagespflegestelle um schnell zurück zu sein, falls das Kind ihn braucht.

 

Abschluss

 

Die Eingewöhnung gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn das Kind sich von mir trösten und beruhigen lässt und entspannt ins Spiel findet. Dies bedeutet nicht, dass das Kind beim Abschied des Elternteils nicht auch mal weint – es zeigt damit nur, dass es den Elternteil lieber dabei hätte (und das ist völlig in Ordnung so). Es wird sich jedoch schnell von mir beruhigen lassen

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Gemeinsam für Ihr Kind

 

Ohne Eltern geht’s es nicht – und deshalb ist mir die enge Zusammenarbeit mit Ihnen sehr wichtig. Sie sind die Experten für Ihr Kind und gemeinsam können wir die besten Bedingungen schaffen damit es sich in der Kindertagespflege wohlfühlt, entspannt spielt und lernt, exploriert und seine Persönlichkeit voll entfalten kann. Im Mittelpunkt steht dabei stets das Wohl Ihres Kindes. Eine gute Zusammenarbeit lebt von Offenheit, Transparenz, Vertrauen und gegenseitigem Respekt.

Ich stehe Ihnen gerne zu Gesprächen zur Verfügung, wenn Sie Fragen haben oder weil wir gemeinsam auf die Entwicklung ihres Kindes schauen möchten. Auch die Begegnungen im Alltag wie kurze Telefonate, der Austausch über WhatsApp, oder Tür- und Angel-Gespräche sind mir sehr wichtig. Sie ermöglichen einen schnellen Austausch über das was ihr Kind gerade beschäftigt wie bspw. ein fröhliches Erlebnis, ein aufregendes Wochenende, ein schlechter Traum etc. Diese Informationen helfen mir, ihr Kind noch besser im Betreuungsalltag zu begleiten.

Mir liegt es sehr am Herzen das Sie sich als Eltern willkommen und ernst genommen fühlen Denn nur wenn Sie sich wohl fühlen, kann auch ihr Kind losgelöst und entspannt im Alltag in der Kindertagespflege spielen, lernen und  freudig die Welt entdecken.


Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig

Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten, Zähne putzen oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten – uns wird bestimmt nie langweilig.

Auch die Kinder können mitentscheiden, welche Spiele, Tätigkeiten oder Ausflüge wir an einen Tag machen oder auch für die nächsten Tage planen. Die Kinder lernen Wünsche zu äußern und im sozialen Miteinander auf die Wünsche Anderer einzugehen.

Die Entwicklung des Kindes wird dokumentiert

Die Kindertagespflege setzt eine pädagogische und gesellschaftliche Aufgabe um. Die stetige Dokumentation der Entwicklung des Kindes ist für seine spezifische Förderung wichtig. Die einzelnen Schritte der Entwicklung werden in unterschiedlichen Formaten festgehalten und gesammelt, dazu zählen: Sprachlerntagebücher, Erinnerungsordner, Fotos und natürlich auch die Sachen, die die Kinder gemalt und gebastelt haben.

Die spezifische Entwicklung Ihres Kindes ist somit nachvollziehbar und viele wichtige Schritte, auf dem langen Weg des Heranwachsens, werden festgehalten. Die Qualität meiner Arbeit in der Kindertagespflege lässt sich durch die Entwicklungsdokumentation messen. Es entsteht Vertrauen und es macht meine Tätigkeit transparent und nachvollziehbar.